Donnerstag, 24.05.2012
90 Minuten gespannt zuhören - klingt nach einem unterhaltsamen TV Blockbuster, handelt sich aber um die Vorlesung "Medienrecht". Ein tolles Fach!
Neben Frau Johnsons gelungener Art und Weise, auch komplizierten Unterrichtsstoff den Studenten verständlich zu vermitteln, bringt sie vor allem Unterhaltung ins Paragraphenchaos. Ich besuche diese Vorlesung sehr gern, da mich die zu behandelnden Themen wirklich interessieren und ich gerne meine Aufmerksamkeit dafür aufbringe. Heute haben wir das allgemeine Persönlichkeitsrecht besprochen. Es wurden verschiedene Unterarten diskutiert, so zum Beispiel der Kernbereich der eigenen Lebensgestaltung, die persönliche Ehre, das Recht am eigenen Bild und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Wie so oft im Fach Recht, erklären sich manche Begriffe von selbst, wie aber noch viel öfter im Fach Recht, viele auch nicht. "Informationelle Selbstbestimmung", einer von zahlreichen Begriffen, die für mich zunächst alles mögliche beschreiben könnten. Nach der Betrachtung einiger Beispiele, war es jedoch sehr schlüssig. (Ich gebe zu: Nicht schlüssig genug, um hier eine treffende Definition zu nennen, was jedoch auf meinen Kaffeemangel am frühen Morgen und meine nun nicht mehr zu entziffernden Notizen zurückzuführen ist).
Nachdem ich meine gesamte Mittagspause mit der Anmeldung meines Auslandssemesters verbracht habe, ausgehungert und von der alltäglichen Nachmittagsmüdigkeit erschlagen war, nun die Rettung: Vertiefung Kulturraumstudien- und für die, die von dieser Information noch nicht vor purer Spannung gefesselt sind - mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte! Viele Daten, duzende Epochen und zahllose Künstler, deren Nachnamen ich weder schreiben kann, noch jemals gehört habe. Die Zeit verging wie immer im Flug und ich mache mir nicht mal ansatzweise Gedanken darüber, wie ich diesen endlos erscheinenden Stoff für die kommende Klausur lernen soll.
Ironie Ende.
Nach der Uni hatte ich einen Termin bei einer Versicherung bezüglich meines Auslandsaufenthaltes. Es war eins der letzten Punkte auf meiner "To do"- Liste für das baldige Auslandssemester gewesen. Ich bin froh, den Großteil der Organisation nun hinter mich gebracht zu haben. Es stellte sich heraus, dass die nette junge Dame, die mich beriet, einen Onkel hat, der bereits vor Jahren an meiner zukünftigen Gastuniversität unterrichtete. Für mich war dies folglich eine sehr spannende Begegnung, da sie mir einiges von seinen Erfahrungen berichten konnte und so wurde aus einem als zeitfressend erwarteten Termin eine interessante Unterhaltung. Zusätzlich bestätigte sich einmal wieder mein Eindruck, wie klein die Welt doch manchmal ist.
So in etwa sieht es zur Zeit auf meinem Schreibtisch aus, weshalb ich mich nun ausklinge, um noch ein wenig Ordung in das beängstigende Papierchaos zu bringen, welches ich meiner Mutter tagtäglich als wohl sortierte Uni-Unterlagen verkaufe. Als Vorbereitung auf die anstehende Prüfungsphase werde ich über die freien Tage einige dieser Unterlagen zusammenfassen (..Was voraussetzt, dass ich diese zunächst finde, aber ich bin optimistisch!)
Ich hoffe, meinen Lesern hat mein Blog und dieser kleine Einblick in meinen Studienalltag gefallen und ich wünsche allen schöne Pfingsttage!
Eure Sonia!

sonia katharina am 24. Mai 12
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Mittwoch, 23.02.2012
Heute war es soweit: Der Tag meiner Rede für Vortrags- und Präsentationstechniken!
Hierbei handelte es sich um einen zehnminütigen Vortrag über das Masterstudium "International Marketing". Die Themen unserer Vorträge durften wir selbst wählen, daher entschied ich mich etwas zu wählen, das mich auch wirklich interessierte. Nach dem Bachelorabschluss möchte ich auf jeden Fall ein Masterstudium absolvieren. Da ich schon länger mit dem Gedanken spiele, beruflich in Richtung Medien zu gehen, bot sich die Wahl dieses Themas mehr als an.
Auf meiner Suche und Internetrecherche nach geeigneten Quellen, stieß ich auf viele Seiten und Foren, die sich der allgemeinen Frage widmeten: Masterstudium Ja oder Nein?
„Den Master machen“, da schütteln viele Studenten erst einmal den Kopf.
Viele sind froh, nach 3 Jahren Bachelor endlich in das Berufsleben und somit auch in die Praxis einsteigen zu können. Da stellt sich vielen die Frage: Warum also noch länger studieren? Warum weitere Semester mit Vorlesungen und Lernen verbringen, anstatt den direkten Berufseinstieg zu wählen?
Zudem sehen viele Studenten zunächst die zusätzlichen Kosten. Noch mehr Geld investieren anstatt endlich eigenes Geld zu verdienen? Das ist natürlich eine berechtigte Frage, auf die es jedoch auch eine klare Antwort gibt:
Studien zur Gehaltsabwicklung haben nämlich gezeigt, dass sich die Zeit- und Kosteninvestition in ein Masterstudium auszahlt: Masterabsolventen verdienen beim Berufseinstieg, aber auch langfristig gesehen deutlich mehr als ihre Bachelorkonkurrenten und machen häufig schneller Karriere.
Eine Erkenntnis, die ich versuchte in meinen Vortrag mit einzubinden und meinen Kommilitonen näher zu bringen.
Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meiner Präsentation. Peinliche Versprecher blieben aus und knallrot geworden bin ich ebenfalls nicht. Ob meine Rede auch inhaltlich zufriedenstellend war, bleibt nun zu hoffen, denn damit wäre dieser Kurs erfolgreich belegt und - wie wir Studenten so gerne sagen - "schon mal vom Tisch".
Nein, ich habe nicht vor, Prostitution in den USA zu betreiben und
nein, ich werde keine Familienmitglieder illegal einschleusen.
Visum beantragen - Eine Qual! Fast zwei Stunden hat es gedauert, den Visumsantrag für mein Auslandssemester in Kalifornien auszufüllen. Nach vielen Dingen - die mir teilweise absolut absurd erscheinen - wird bis ins kleinste Detail gefragt. Aber wie bei so vielen bürokratischen Angelegenheiten denke ich mir "Das muss nun mal so sein" und da bei der Organisation meines Amerikaaufenthaltes duzende Formalitäten dieser Art zu erledigen sind, habe ich aufgehört, die Notwendigkeit jedes einzelnen Dokumentes zu hinterfragen. Im Gegenteil, ich freue mich mehr denn je darauf, dass es endlich losgeht und wenn mich ein aufwendiger Visumsantrag an die bevorstehende sonnige Zeit in Kalifornien erinnert, fülle ich auch diesen liebend gerne aus ;)

sonia katharina am 24. Mai 12
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Dienstag, 22.05.2012
Dienstag ist Übersetzungstag. Und dieser beginnt immer um 09.45 an der FH Köln.
Das Übersetzen allgemeiner Texte vom Deutschen ins Englische unterrichtet Herr Michael Grade, die Vorlesung heute fiel jedoch leider aus. Ebenso fand heute die Vorlesung bei Frau Tiems im Anschluss nicht statt.
In anderen Worten bedeutete das für mich: Vorlesungsfreie Zeit bis 14 Uhr. Dies kam mir jedoch sehr gelegen, denn ich hatte noch einiges für den morgigen Tag vorzubereiten. Im Fach "Vortrags- und Präsentationstechniken" werde ich am Mittwoch eine Reden halten. Anstatt einer Klausur hat jeder Kursteilnehmer die Aufgabe, abschließend einen zehnminütigenVortrag zu halten, in dem das während des Semesters erlernte Wissen überprüft wird. So haben wir uns in den Vorlesungen mit dem richtigen Aufbau verschiedener Redearten beschäftigt, aber auch mit Körpersprache und einer angemessenen Haltung während dem Sprechen.
Die dritte Vorlesung an diesem Tag nennt sich "Übersetzen allgemeiner Texte aus F2" - in meinem Fall spanischsprachige Texte ins Deutsche übertragen. Es wurde ein Artikel, mit dem wir uns bereits vergangene Woche beschäftigt haben, besprochen und im Anschluss stellten zwei meiner Kommilitoninnen ihre Referate zum Thema "Hispanics" und "Spanglish" vor. Diese Vorträge fand ich sehr spannend, denn in meiner Schulzeit sowie meinem bisherigen Studium wurde ich überwiegend mit "Denglisch", also der Vermischung von Deutsch und Englisch in unserer heutigen Gesellschaft, konfrontiert. So war es regelrecht verblüffend für mich, wie sehr die spanische und die englische Sprache sich beeinflussen und gegenseitig prägen.
Auch im späteren Verlauf des Tages hat mich dieses Thema beschäftigt. Zuhause recherchierte ich ein wenig im Internet und fand einige sehr interessante Artikel dazu. Eine solche Vielfalt an Forschungen und zahlreichen Studien zu dieser Materie hatte ich nicht erwartet und ich fragte mich, ob sich dazu eine geeignetes Thema für meine Bachelorarbeit finden ließe. An diesem Gedanken werde ich definitiv festhalten und eventuell darauf zurückkommen, wenn es im sechsten Semester um die Verfassung meiner Abschlussarbeit geht.
sonia katharina am 22. Mai 12
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Montag, 21.05.2012
Zurück aus dem langen Wochenende, beginnt mein Studienalltag an der Fachhochschule Köln mit meiner ersten - und einzigen - Vorlesung an diesem Tag: Grundlagen der Medienwissenschaft und Medienkommunikation, unterrichtet von Frau Ulrike Meyer.
Der heutige Unterricht stand ganz im Zeichen der Sozialen Netzwerke.
Was daran in besonderem Maße mein Interesse weckte, war unsere Einstiegsdiskussion über die Frage, warum so viele Menschen "Facebook" als ein solches soziales Netzwerk nutzen. Es schien, also habe jeder eine Meinung zu diesem Thema. Verwunderlich fand ich dies nicht, was mich jedoch sehr überraschte, war die nahezu einheitliche Antwort auf diese Frage. So herrschte im Kurs überwiegend die Auffassung, dass vor allem junge Menschen das Gefühl verspüren, "etwas zu verpassen", wenn sie selbst über keinen Facebook-Account verfügen. Man war sich einig, dass gerade Facebook, verbunden mit der Möglichkeit, die eigene Profilseite mit Bildern und Informationen beliebig zu gestalten, eine Form der Selbstdarstellung bietet, von der nur die Wenigsten ausgeschlossen sein wollen. Die Konsequenz? 250.000 neue Facebook-User pro Tag.
Die freie Zeit nach diesem "vorlesungsarmen" ersten Wochentag habe ich genutzt, um mich mit einer 25-jährigen Studentin aus Köln zu treffen, die ich - wie könnte es auch anders sein - über Facebook kennengelernt habe. Wie auch ich es kommendes Semester tun werde, hat sie ihr Auslandssemester in Kalifornien an der San Diego State University verbracht.
Ihre ganz persönlichen Eindrücke geschildert zu bekommen, war für mich nicht nur äußerst interessant und beeindruckend, sondern auch informativ. Neben vielen Ratschlägen zur Freizeitgestaltung, konnte sie mir voll allem nützliche Tipps zur Wahl meiner Kurse und der unterrichtenden Dozenten geben. Ich bin für dieses Treffen sehr dankbar, denn nun habe ich eine genauere Vorstellung, was mich dort in den sechs Monaten erwartet und fühle mich etwas vorbereiteter. Gespannt auf das Auslandssemester bin ich dennoch und ich freue mich auf den 02. August, an dem meine Zeit in Amerika beginnt!
sonia katharina am 21. Mai 12
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