90 Minuten gespannt zuhören - klingt nach einem unterhaltsamen TV Blockbuster, handelt sich aber um die Vorlesung "Medienrecht". Ein tolles Fach!
Neben Frau Johnsons gelungener Art und Weise, auch komplizierten Unterrichtsstoff den Studenten verständlich zu vermitteln, bringt sie vor allem Unterhaltung ins Paragraphenchaos. Ich besuche diese Vorlesung sehr gern, da mich die zu behandelnden Themen wirklich interessieren und ich gerne meine Aufmerksamkeit dafür aufbringe. Heute haben wir das allgemeine Persönlichkeitsrecht besprochen. Es wurden verschiedene Unterarten diskutiert, so zum Beispiel der Kernbereich der eigenen Lebensgestaltung, die persönliche Ehre, das Recht am eigenen Bild und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Wie so oft im Fach Recht, erklären sich manche Begriffe von selbst, wie aber noch viel öfter im Fach Recht, viele auch nicht. "Informationelle Selbstbestimmung", einer von zahlreichen Begriffen, die für mich zunächst alles mögliche beschreiben könnten. Nach der Betrachtung einiger Beispiele, war es jedoch sehr schlüssig. (Ich gebe zu: Nicht schlüssig genug, um hier eine treffende Definition zu nennen, was jedoch auf meinen Kaffeemangel am frühen Morgen und meine nun nicht mehr zu entziffernden Notizen zurückzuführen ist).
Nachdem ich meine gesamte Mittagspause mit der Anmeldung meines Auslandssemesters verbracht habe, ausgehungert und von der alltäglichen Nachmittagsmüdigkeit erschlagen war, nun die Rettung: Vertiefung Kulturraumstudien- und für die, die von dieser Information noch nicht vor purer Spannung gefesselt sind - mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte! Viele Daten, duzende Epochen und zahllose Künstler, deren Nachnamen ich weder schreiben kann, noch jemals gehört habe. Die Zeit verging wie immer im Flug und ich mache mir nicht mal ansatzweise Gedanken darüber, wie ich diesen endlos erscheinenden Stoff für die kommende Klausur lernen soll.
Ironie Ende.
Nach der Uni hatte ich einen Termin bei einer Versicherung bezüglich meines Auslandsaufenthaltes. Es war eins der letzten Punkte auf meiner "To do"- Liste für das baldige Auslandssemester gewesen. Ich bin froh, den Großteil der Organisation nun hinter mich gebracht zu haben. Es stellte sich heraus, dass die nette junge Dame, die mich beriet, einen Onkel hat, der bereits vor Jahren an meiner zukünftigen Gastuniversität unterrichtete. Für mich war dies folglich eine sehr spannende Begegnung, da sie mir einiges von seinen Erfahrungen berichten konnte und so wurde aus einem als zeitfressend erwarteten Termin eine interessante Unterhaltung. Zusätzlich bestätigte sich einmal wieder mein Eindruck, wie klein die Welt doch manchmal ist.
So in etwa sieht es zur Zeit auf meinem Schreibtisch aus, weshalb ich mich nun ausklinge, um noch ein wenig Ordung in das beängstigende Papierchaos zu bringen, welches ich meiner Mutter tagtäglich als wohl sortierte Uni-Unterlagen verkaufe. Als Vorbereitung auf die anstehende Prüfungsphase werde ich über die freien Tage einige dieser Unterlagen zusammenfassen (..Was voraussetzt, dass ich diese zunächst finde, aber ich bin optimistisch!)
Ich hoffe, meinen Lesern hat mein Blog und dieser kleine Einblick in meinen Studienalltag gefallen und ich wünsche allen schöne Pfingsttage!
Eure Sonia!

sonia katharina am 24. Mai 12
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